Fachlexikon: Das Lexikon für Profis

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Die Professionalisten-Welt von heute ist geprägt durch High Tech-Produkte und eine ganz spezielle Sprache. Der Profi muss heute eine Vielzahl einschlägiger Fachbegriffe beherrschen. Und die Entwicklung bleibt nicht stehen. Die permanente Forschung der Industrie bringt immer neue Produkte hervor - und damit auch neue Fachbegriffe.

 

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Schnellzugriff:
  • A


    Das Entfernen alter Anstriche mit Abbeizmitteln.
    Loslösen des Anstriches vom Untergrund, Mögliche Ursachen: z. B. mangelnde Vorbehandlung, fehlende Haftung durch falschen Anstrichaufbau, feuchter Untergrund.
    Entfernen alter Anstrichschichten mit einer Abbrennlampe oder mit modernen Heißluftgeräten.
    Wenn am Anstrichobjekt Teile nicht oder andersfarbig gespritzt werden sollen. Dies geschieht mit speziellen Abdeckbändern.
    Auch Ablüften genannt; ist das Verdunsten der flüchtigen Anteile, ehe die Filmbildung vollendet ist oder ein weiterer Anstrich aufgebracht wird.
    Färbt ein neuer, gut getrockneter Anstrich ab, so kann es an der Formulierung des Lackes liegen (falsches Bindemittel Pigment-Verhältnis), kann aber auch bei stark saugenden Untergründen vorkommen (durch Wegschlagen des Bindemittels in den Untergrund). Bei alten Anstrichen zeigt sich häufig eine Zerstörung des Bindemittels durch starke Bewitterung, was sich durch Abfärben – oft auch Kreidung genannt – zeigt.
    Das Entfernen alter Anstriche mit Lauge (Ätznatron, evtl. auch Ammoniak). Sehr wichtig ist ein sehr gutes Nachwaschen mit Wasser; bei Holz ist eine Neutralisierung mit verdünnter Essigsäure und anschließendem guten Nachwaschen mit Wasser erforderlich.
    Eigenschaft eines Anstrichfilmes, gegen Einwirkung von Reibung widerstandsfähig zu sein, z.B. Bodenversiegelungslacke. Kann aber auch das Nichtaufglänzen eines Seiden- bzw. Mattlackes bedeuten.
    Die Ablösung von Farbe von der Oberfläche in länglichen oder blättrigen Stückchen. Wie beim Abblättern ist dieser Defekt auf Verluste des Haftvermögens oder der Filmintegrität zurückzuführen. Das Abschälen kann zwischen einzelnen Schichten oder bis zum Untergrund hinab auftreten.
    Vorgang, bei dem sich Pigment und Bindemittel im Anstrichstoff trennen und die Pigmente zu Boden sinken.
    Eine Grundierung, die verhindern soll, dass der Schlussanstrich in den Untergrund eindringt.
    Eigenschaft eines Anstrichs, die bedeutet, dass Verunreinigungen einfach abgewaschen werden können, ohne ihn zu beschädigen.
    Eine Art synthetisches Polymer, das als Bindemittel für hochleistungsfähige wasserverdünnbare Farben und Dichtungsmassen verwendet wird. Manche Acrylatpolymere werden für Auto-, Gerätelackierungen (weiße Ware) usw. eingesetzt.
    Anstrichstoff auf Basis von synthetischem, thermoplastischem, filmbildendem Material, das in Wasser gelöst ist. Trocknet durch Verdunstung des Wassers.
    (adhaerere = aneinanderhaften) Unter Adhäsion versteht man das Aneinanderhaften zweier sich berührender Körper, z.B. die Haftung des Lackes auf dem Untergrund.
    Produkt (Lack oder Lackfarbe), das sich zusammen mit einem Treibgas in einer druckfesten Spraydose befindet und aufgesprüht werden kann.
    Er wird unterschieden in fest, flüssig und gasförmig, je nach dem Zustand, in dem sich ein Stoff aufgrund seiner Molekularbeschaffenheit, der Temperatur und der Druckverhältnisse befindet.
    Alkalibeständige Anstriche können auf alkalische Untergründe, z.B. frischen Putz und Beton, aufgebracht werden, ohne dass sie Schaden erleiden, oder auch durch äußeres Einwirken von Alkalien nicht zerstört werden.
    Ein Zustand, der eintritt, wenn die Alkalität von frischem Mauerwerk zur Zersetzung des Bindemittels einer Farbe führt, wodurch es zu einem Farbtonverlust und insgesamt zu einer Beeinträchtigung des Anstrichfilms kommt. Kann auftreten, wenn Vinyl-Acrylatldispersionen und kunstharzbasierende Farben auf Mauerwerksflächen aufgetragen werden, die noch kein Jahr alt sind.
    Ein synthetisches Harz, das in kunstharzbasierenden Farben verwendet wird. Ein Alkydharz wird hergestellt, indem ein trocknendes Öl mit einem harten, synthetischen Material zur Reaktion gebracht wird.
    Unerwünschte Veränderung der Oberfläche eines Anstrichfilms durch einen weißen Belag, der durch hohe Luftfeuchtigkeit hervorgerufen wird.
    Unter diesem historisch bedingten Begriff versteht man die Verbindungen, die keinen Kohlenstoff enthalten. Gegensatz: Organische Chemie.
    Speziell formulierte Farbe für z.B. Bootsrümpfe und Kaianlagen. Sie wirken dem Anwachsen von Algen und niederen Meerestieren entgegen.
    Die Durchlässigkeit für Wasserdampf vom Untergrund durch den Anstrichfilm.
    Ist das Hellerwerden bzw. Hellermachen von Anstrichmitteln.
    Aufhellung des Farbtons einer Anstrichstoffs, meistens durch die Auswirkungen von Licht, Hitze oder Witterung.
    Nennt man in der Lacksprache die Neigung der Pigmente, beim Überlackieren teilweise in Lösung zu gehen und an die Oberfläche zu migrieren.
    Diese Erscheinung hat zwei Bedeutungen: a) Aus Mauern können durch die Anstrichporen hindurch Salze dringen (Salpeter), die unter Umständen den Anstrich zerstören, b) es kann die Folge des Ausscheidens von organischen Farbstoffen aus Anstrichfilmen bedeuten.
    Auch DIN-Becher genannt. Mit diesem einfachen Becher wird die Verarbeitungsviskosität eingestellt. Es wird die Auslaufzeit gemessen, die ein Lack benötigt, um aus einem Becher mit 100 ml durch eine Düse (4 oder 6 mm) auszulaufen. Die Angaben erfolgen bei 20° C in Sekunden.
    Die oft beobachtete Eigenart, wenn ein Anstrichfilm nach der Trocknung einen ungleichen Farbton zeigt.
    Das Austreten von flüssigen Bestandteilen aus dem Anstrichfilm. Diese Erscheinung kann in erster Linie bei weichgemachten, physikalisch trocknenden Anstrichmitteln auftreten.
  • B


    Maßeinheit des Luftdruckes: 1 bar = 1000 mbar.
    Als Basen werden alle jene chemischen Stoffe und Verbindungen bezeichnet, die in einer wässrigen Lösung alkalisch reagieren. Nachweis mit Lackmuspapier: Es erfolgt eine blaue Färbung.
    Anstrichtechnisch versteht man darunter das Streichen und Lackieren der Begrenzungsflächen eines Anstrichobjektes, z. B. werden bei Fenstern erst die Kanten und Schmalseiten mit einem kleinen Pinsel beschnitten, dann erst erfolgt das Streichen der größeren angrenzenden Flächen mit einem größeren Pinsel.
    Hierunter versteht man die Prüfung von Außenanstrichmitteln auf dem Wetterstand über einen langen Zeitraum.
    Ist eine Eigenschaft von Anstrichstoffen mit hoher Elastizität und Haftfestigkeit.
    Hat in der Hauptsache zwei Funktionen: a) Das Binden der Pigmente und anderer Komponenten im Lacksystem b) Das Eingehen der Verbindung mit dem Untergrund (Haftung) Gemeinsam mit den Pigmenten und Füllstoffen stellt das Bindemittel den nicht flüchtigen Anteil eines Anstrichmittels dar.
    In der Lacktechnik entsprechend eingestellte Bindemittel, um z.B. eine Dispersionsfarbe „fetter“ einzustellen.
    Am häufigsten tritt eine Blasenbildung auf, wenn der Untergrund entweder feucht oder eine Grundierung nicht richtig getrocknet ist. In jedem Fall kann ein Gas nicht durch den Anstrichfilm entweichen.
    Das Matt- bzw. Unansehnlichwerden von Anstrichfilmen. Es hat mehrere Ursachen, z.B. bei langer Bewitterung wird das Bindemittel abgebaut und daraus resultiert eine matte Oberfläche (siehe Anlaufen oder Ausschwitzen).
    Die Fähigkeit eines Anstrichs, nicht zu kleben, wenn er auf zwei Flächen aufgetragen wird, die miteinander in Berührung kommen, z.B. Türblatt und Zarge, Fensterflügel und Rahmen.
    Nennt man das Zugeben eines Blau- bzw. Violettpigmentes zu einem gelbstichigen Weißlack. Es entsteht ein Weiß, bei dem der Gelbstich verschwindet und somit der Anstrich weißer erscheint.
    Ist eine durch Absetzen hervorgerufene unerwünschte Erscheinung bei verschiedenen Anstrichstoffen, der - wenn schlammartig - leicht aufrührbar ist. Er entsteht entweder durch die Verwendung sehr schwerer Pigmente, die nicht richtig benetzt wurden (Herstellerfehler), oder durch Überlagerung.
    Ist die Eigenschaft eines Stoffes, die auf ihn fallenden Lichtstrahlen abzulenken. Je stärker die Ablenkung, desto größer das Lichtbrechungsvermögen (Brechungsindex). Luft: Brechungsindex 1,0, Bindemittel: Brechungsindex ca. 1,5, Titandioxid: (Pigment) Brechungsindex ca. 2,7. Wichtig ist, dass der Unterschied zwischen dem Index des Bindemittels und des Pigmentes das Deckvermögen bestimmt. Je größer die Differenz, desto größer die Deckfähigkeit. Brennbarkeit von Lacken und Verdünnungen ist bei Lagerung und Verarbeitung von großer Wichtigkeit.
  • C


    Auch abbinden. Bezeichnung für Trocknungs- bzw. Verfestigungsvorgang. Alle kalkhaltigen Mörtel binden ab. Sie nehmen aus der Luft Kohlendioxid auf und bilden aus Kalziumhydroxid Kalziumcarbonat.
    Hauptbestandteil der Zellwände der Pflanzen. Ausgangsprodukt einiger Anstrichbindemittel und Werkstoffe. Beispiel: Celluloseleime, Cellulosekleister und Nitrocellulose.
  • D


    Die oberste Anstrichschicht innerhalb eines Anstrichsystems.
    Außenlasur oder Beize, die die natürliche Farbe und Maserung von Holz überdeckt, die Struktur jedoch noch durchscheinen lässt.
    Ist die Eigenschaft eines Anstrichstoffes, nach dem Aufstrich oder nach dem Auftrocknen den Untergrund abzudecken.
    Umwandlung von einem flüssigen über den gasförmigen die wieder zurück in den flüssigen Aggregatzustand (siehe Aggregatzustand).
    Die Dichte gibt an, wie viel schwerer oder leichter ein Material ist als das gleiche Volumen Wasser (bei 4° C Wassertemperatur).
    Durchdringen von Gasen oder Flüssigkeiten durch feste Körper, z.B. Wasserdampf durch Anstrichfilme.
    Einbringen eines pulverförmigen Stoffes, z.B. eines Pigmentes, in ein Bindemittel und Feinverteilung in diesem.
    Zerteilungsgrad von Stoffen, z.B. Pulvern. Man unterscheidet: grobdispers - ca. 1 - 4 µ mitteldispers - ca. 0,3 - 1 µ feindispers - ca. 0,2 µ
    Mischungen von zwei oder mehreren Stoffen (Phasen). Zu unterscheiden sind: a) flüssige in gasförmige Stoffe, z.B. Nebel, b) gasförmige in flüssige Stoffe, z.B. Schaum, c) flüssige in flüssige Stoffe, z.B. Emulsion, Milch, d) feste in gasförmige Stoffe, z.B. Rauch, e) feste in flüssige Stoffe, z.B. Suspension, Kunststoffdispersion, f) flüssige und feste in gasförmige Stoffe, z.B. Sprühdosenlacke.
    Mischung verschiedener Stoffe, von denen Teilchen als Pulver des einen Stoffes im umgebenden anderen Stoff verteilt sind.
    Ist eine Kurzprüfung von Anstrichstoffen auf Elastizität, Geschmeidigkeit, Dehnung und Haftfestigkeit. Die Dornbiegeprobe lässt Rückschlüsse auf die Haltbarkeit des betreffenden Anstriches zu.
    Mit der Druckfestigkeit wird der Widerstand bezeichnet, dem ein Werkstoff einer Formveränderung entgegenwirkt (Newton = N / mm²).
    Ist der Begriff des völligen Durchtrocknens bei Anstrichfilmen.
    Ist ähnlich dem „Aus- oder Durchbluten“. Nur ist hiermit das Diffundieren (siehe Diffusion) auch anderer Stoffe gemeint, z.B. Wasser- oder Nikotinflecken an Wänden.
    Das unbeabsichtigte Zerstören einer Anstrichschicht, meistens einer Grundierung, mit Schleifpapier. Die Gefahr ist am größten an Kanten, z.B. bei Möbelstücken oder Türen.
  • E


    Hierunter versteht man eine nachträgliche starke Erhöhung der Viskosität bei Lagerung. Sie kann einerseits durch Lösemittelverlust und andererseits durch chemische Vorgänge im Anstrichstoff hervorgerufen werden. Bei Lösemittelverlust kann durch entsprechende Zugabe von Lösemittel die Viskosität wieder erniedrigt werden, bei chemischen Eindickungserscheinungen ist der Hersteller zu kontaktieren.
    Oft auch Imprägniermittel genannt. Dies sind Mittel, die in einen porösen Untergrund (z.B. Holz oder Mauerwerk) eindringen und dessen Saugfähigkeit verringern oder verhindern.
    Hatte früher eine große Bedeutung in der Lackproduktion. Es wurden die Pigmente oder auch etwa Aluminiumpulver angeteigt und einige Zeit stehen gelassen, damit eine bessere Benetzung stattfinden konnte. Das Löschen von Kalk wird ebenfalls als Einsumpfen bezeichnet.
    Ist die Eigenschaft eines Körpers, unter der Einwirkung einer Kraft seine Länge und/oder Form zu verändern und nach Beendigung der Krafteinwirkung seine ursprüngliche Form wieder anzunehmen.
    Sind Materialien, die sich durch plastisch-elastische Eigenschaften auszeichnen (bestimmte Kunststoffe, z.B. Polyurethane und alle Arten synthetischen Kautschuks).
    Ist eine physikalische Gegebenheit, dass in einer Flüssigkeit verteilte Substanzen im elektrischen Feld zweier Elektroden zu einem der beiden elektrischen Pole wandern. Gebräuchlich in der Elektrotauchlackierung bei meistens großindustriellen Anlagen, z.B. Automobilindustrie.
    Entsteht durch Reibung oder Strömung und stellt ein Arbeitssicherheitsrisiko dar, weil durch Entladung ein Funken entstehen kann. Gegenmaßnahme: Erdung, am besten mit einem Kupferkabel.
    Ist ein alter überholter Begriff für eine hochqualitative, glänzende Lackfarbe.
    Hilfsstoff bei der Herstellung von Emulsionen, damit diese stabil bleiben.
    Stabile Mischung eigentlich nicht miteinander mischbarer Flüssigkeiten in feinster Verteilung.
    Vom Entfetten des Untergrundes hängt im hohen Maße die Haftfestigkeit des Anstrichaufbaus ab. Es wird mit organischen Lösemitteln oder besser, um Lösemittel einzusparen, mit wässrigen Entfettungsmitteln, wie verdünnten Alkalien und Netzmitteln, entfettet. Bei den wässrigen Entfettungsmitteln ist für gutes Nachspülen und Trocknen zu sorgen.
    Ein Arbeitsverfahren zur Entfernung des Rostes von Eisen. Von der exakten Durchführung der erforderlichen Entrostungsarbeiten hängt im Wesentlichen die Haltbarkeit der Anstriche ab.
    Bedeutet die Entfernung der Zunder- und Walzhautschichten auf metallischen Anstrichobjekten.
    Das Volumen eines Anstrichstoffs, mit dem eine bestimmte Fläche gestrichen werden kann. Die empfohlene Auftragsmenge wird normalerweise auf dem Farbbehälter angegeben, z.B. 5 m²/l. Die Ergiebigkeit hängt von der Auftragsmethode und -technik, der Porosität des Substrats usw sowie von der Art des jeweiligen Anstrichs ab.
    Temperaturpunkt, bei dem ein Stoff vom flüssigen in den festen Zustand übergeht.
    Ist eine meist unter lautem Knall und heftigen mechanischen Wirkungen eintretende plötzliche Volumensvergrößerung eines Körpers, z.B. Erwärmen von Lösemitteln in geschlossenen Gefäßen (Sonneneinstrahlung) kann zu einem explosionsartigen Zerreißen führen.
  • F


    Ist eine nicht erwünschte Eigenschaft beim Spritzen von z.B. Chlorkautschuklacken. Stärkere Verdünnung kann eine Verbesserung bringen, besser ist eine Rückfrage beim Lackhersteller, damit ein spezielles Lösemittelgemisch geliefert werden kann.
    Soll im technischen Bereich ausschließlich als der durch das menschliche Auge vermittelte Sinneseindruck verstanden werden, nicht aber als Farbmittel, Pigment oder gar Anstrichstoff.
    Das Vermögen, unter normalen Bedingungen den Farbton zu behalten und nicht übermäßig auszubleichen.
    Es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme: a) Mischen von fertigen Lacken untereinander (Vorteil der gleichbleibenden Qualität, in der Handhabung komplizierter; z.B. Autolacke, Malerlacke) b) Mischen von Pasten mit sogenannten Basislacken. Dieses System hat sich weit verbreitet und reicht im Allgemeinen für Standardqualitäten aus, z.B. für Maler- und Do-It-Yourself-Produkte.
    Im lacktechnischen Sinn bedeutet der Begriff das Ineinandergießen farbiger Lacke oder Pasten, die nicht chemisch miteinander reagieren. Es ist immer auf die Verträglichkeit der einzelnen Komponenten miteinander zu achten.
    Ist ein Sammelbegriff für Pigmente natürlicher und synthetischer Herkunft.
    Sind streng genommen alle färbenden Stoffe. Die Lacktechnik versteht darunter ausschließlich lösliche Farbstoffe.
    Ist ein Wert für die Helligkeit von Bindemitteln.
    Zustand eines Gemenges, in dem feste oder flüssige Teilchen feinstverteilt in Flüssigkeit bzw. Gas vorhanden sind.
    Sind die Bestandteile eines Anstrichmaterials, die nach Filmbildung und dem Verdunsten der Lösemittel übrigbleiben.
    Das Volumen der festen, nichtflüchtigen Bestandteile (Pigment plus Bindemittel) einer Farbe oder Dichtungsmasse, geteilt durch deren Gesamtvolumen, ausgedrückt in Prozent. Ein hohes Festkörpervolumen verleiht einen dickeren Trockenfilm, der zu einem erhöhten Deckvermögen und hoher Beständigkeit führt. Eine qualitativ hochwertige Farbe auf Ölbasis hat ein typisches Festkörpervolumen von 45 % - 65 %, während qualitativ gute Latexfarben allgemein im Bereich von 35 % - 45 % liegen. Eine Acryldichtungsmasse bester Qualität hat ein Festkörpervolumen von 70 - 80 %.
    Ein heute nicht mehr so üblicher Begriff; man versteht darunter bindemittelreiche, meist mit Standölen aufgefettete Außenlacke.
    Gesättigte oder ungesättigte Carbonsäuren, die in pflanzlichen und tierischen Fetten und Ölen enthalten sind. In der Lackrohstoff-Industrie werden Fettsäuren zur Herstellung von Alkydharzen im großen Stil verwendet.
    Die Eigenschaft eines Anstrichs, Feuchtigkeitsschäden wie Quellung, Blasenbildung usw. zu widerstehen.
    Sind diejenigen Bestandteile des Bindemittels, die wesentlich für das Zustandekommen des Anstrichfilms verantwortlich sind.
    Nennt man die Eigenschaften eines Lackfilmes, z.B. Wetterbeständigkeit, chemische Widerstandsfähigkeit usw.
    Ist eine einfache Vorprüfung, um am getrockneten Lackfilm Härte, Elastizität oder auch Haftfestigkeit zu prüfen. Dies setzt einige Erfahrung voraus.
    Gibt die Temperatur in ° C an, bei der eine brennbare Flüssigkeit so viele Dämpfe entwickelt, dass sich das über der Flüssigkeit befindliche Luft-Gas-Gemisch entzünden lässt.
    Sind Lösungen von Metallsalzen der Kieselfluorwasserstoffsäure. Sie werden als Härtungsmittel für weiche und poröse Baustoffe eingesetzt. Die Fluatschicht dichtet ab und schützt gegen Angriffe auf das Mauerwerk. Außerdem wird durch Fluatieren eine Imprägnierung erreicht, um bei Anstrichen eine Fleckenbildung zu vermeiden.
    Flüssige Chemikalie, die verwendet wird, um eine gestrichene Fläche zu mattieren (entglänzen), um die Haftung eines aufgetragenen Anstrichs zu verbessern.
    Ein Mittel, das manchen Anstrichstoffen und Dichtungsmassen zugesetzt wird, um den Befall mit Schimmel oder anderen Pilzen auf der Oberfläche zu verhindern.
    In der Lacktechnik werden Füller als stark pigmentierte Anstrichstoffe bezeichnet. Sie haben die Aufgabe, der Lackierung ein sattes Aussehen zu geben, das heißt, sie sollen die Poren des Holzes oder des matten Grundieranstrichstoffes füllen.
    ist die Fähigkeit eines Anstrichstoffes, eine volle, satte Lackierung entstehen zu lassen. Sie ist abhängig von der Zusammensetzung der Anstrichstoffe, auch von ihrer Verarbeitung oder von der Schichtstärke des aufgebrachten Materials.
  • G


    Am Anstrichobjekt ist sie meist ein Zeichen für mangelhafte Beherrschung der Anstrichtechnik. Bei z.B. zu hoher Auftragsstärke und zu geringer Verteilung des Lackes an senkrechten Flächen kann es zur sogenannten Gardinenbildung kommen.
    Werkstoff für Bauelemente. Ein feinkörniger, dampfgehärteter Beton, der infolge des Zusatzes gasbildender Treibmittel porig aufgeschäumt und dadurch leicht ist. Gasbeton saugt Wasser schnell auf und gibt es nur langsam wieder ab. Die Lackindustrie bietet Spezial-Anstrichstoffe für Gasbeton an.
    Ist der Druck eines Gases.
    Vom Gesetzgeber aufgestellte und in verschiedene Klassen eingeteilte Normen für gefährliche Güter.
    Nennt man den Übergang eines flüssigen in den festen Aggregatzustand bei niedriger Temperatur. Der sogenannte Gefrierpunkt ist bei jedem Stoff unterschiedlich. Eine andere Bezeichnung lautet Erstarrungspunkt. Beispiele: Wasser: 0,0° C Äthylalkohol: - 114,1° C
    Bedeutet a) ein Stoff hat in der Ruhelage einen gallertartigen Zustand, der bei mechanischer Beanspruchung und bei erhöhter Temperatur zu fließen beginnt. So verhalten sich thixotrope Lacke und Lackfarben; b) ein eingedickter Anstrichstoff (wegen offener Dose oder Überlagerung) sieht auch „gelartig“ aus. Das ist aber irreversibel, der Anstrichstoff kann daher nicht wieder flüssig gemacht werden.
    Werden zwei oder mehrere Anstrichstoffe, die nicht miteinander verträglich sind, vermischt, so spricht man von Gerinnen.
    In der modernen Dispersionsfarben-Entwicklung ist man heute z.B. in der Lage, sogenannte emissionsfreie Systeme anzubieten; das heißt, der Begriff geruchsfreie Anstriche kann von den Herstellern fast erfüllt werden.
    Damit ist die nachträgliche Verfärbung eines Anstriches in Richtung gelb bis hellbraun zu verstehen. Die Ursache ist in erster Linie im Bindemittel zu suchen.
    Prüfung von Anstrichen oder Anstrichaufbauten zur Beurteilung der Haftung.
    Geräte zur Bestimmung des Glanzgrades.
    Zustand eines Gemenges, in dem feste oder flüssige Teilchen in ca. 1-3 µ Stärke verteilt in Flüssigkeit vorliegen.
    Sie dient dem Anstrichaufbau mit der Aufgabe, eine feste Verankerung zum Anstrichobjekt herzustellen.
    Auch Vorlacke genannt. Diese Materialien sollen einen guten Verlauf und eine hohe Füllkraft haben. Sie werden vor dem Decklack aufgetragen.
  • H


    Die Haftfestigkeit eines Anstriches oder eines Anstrichsystems ist ein Maß für den Widerstand, den der Anstrichfilm aufgrund seines Haftvermögens einer Trennung vom Untergrund entgegensetzt.
    Ist der Grundanstrich z.B. für Metall oder Kunststoffe, um dem nachfolgenden Anstrichaufbau eine gute Haftung zu verleihen.
    Haftvermögen eines Anstriches oder einer Anstrichfarbe ist deren Fähigkeit, sich mit dem Untergrund zu verbinden. Das Vermögen eines trockenen Anstrichfilms oder einer Dichtungsmasse, auf der Oberfläche zu haften. Das Haftvermögen ist wahrscheinlich die allerwichtigste Eigenschaft einer Farbe oder Dichtungsmasse.
    Ist eine Bezeichnung für den Glanz eines Anstriches.
    werden Effektlackierungen genannt, die die charakteristischen Merkmale getriebener Metallarbeiten, den Hammerschlag, aufweisen.
    Ein natürliches oder synthetisches Material, das als Bindemittel für eine Farbe oder Dichtungsmasse verwendet wird. Der Begriff wird im Allgemeinen für kunstharzbasierende oder Dispersions-Bindemittel verwendet, wie z.B. "Alkydharz", "Acrylharz" oder "Acrylatharz".
    Ist eine Pilzart, die sich bei entsprechendem Klima (feucht/warm) vorwiegend auf Holzoberflächen ansiedelt.
    Entsteht in der nicht gut verschlossenen Dose an der Oberfläche bei oxidativ härtenden Anstrichsystemen (KH-Lack).
    Verschiedenartig, nicht zusammenpassend (ungleichmäßig).
    Ist eine Eigenschaft von Anstrichsystemen, die bei entsprechenden Objekten den Dauertemperaturbelastungen standhalten (Speziallacke).
    Bezeichnet man Lösungen, die dick und zähflüssig sind. Diese Bezeichnung sagt nichts über den Festkörper aus. Niedrigviskose Anstrichmittel haben meist einen höheren Festkörper als hochviskose Produkte.
    Kann beim Überlackieren von Anstrichmitteln auftreten. Der Grund ist darin zu suchen, dass der darunterliegende Anstrich zu stark vom nachfolgendem Lackauftrag angelöst wird. Dieser Fehler ist dadurch zu beheben, dass man einen günstigeren Zeitpunkt für den nächsten Anstrich wählt oder ein anderes Anstrichsystem verwendet. Es ist eine Art Runzelbildung, die sich ungleichmäßig über die Fläche verteilt.
    Zueinanderpassend, gleichmäßig.
    Nennt man die Eigenschaften eines löslichen Stoffes, sich in Wasser zu spalten.
    Wasserfreundlich, leicht mit Wasser benetzbar.
    Wasserabweisend, nicht mit Wasser benetzbar, wenn dessen Oberflächenspannung nicht durch entsprechende Netzmittel herabgesetzt wurde. Beispiele: Wachs und Ruß.
    Eigenschaft eines Stoffes, aus der Luft Wasserdampf anzuziehen, z.B. Kochsalz, Glycerin, Silicagel.
    Ist die mechanische Eigenschaft eines Anstriches. Sie äußert sich in dem Widerstand, den der Anstrich einer mechanischen Einwirkung entgegensetzt.
    Bei zweikomponentigen Anstrichsystemen oder auch bei Zwei-Komponten-Klebern wird eine Vernetzungskomponente oft als Härter bezeichnet.
    Eines aufgetragenen Beschichtungsstoffes ist der Übergang vom flüssigen in den festen Zustand unter Molekülvergrößerung durch chemische Reaktion. Bei lufttrocknenden Systemen spricht man fälschlich von oxidativer Trocknung. Die richtige Bezeichnung muss oxidative Härtung heißen.
    Ist die Zeitspanne zwischen dem Auftragen eines flüssigen Beschichtungsstoffes und dem Erreichen des festen Zustandes während der Filmbildung durch Härtung.
  • I


    Unter Imprägnieren versteht man das Tränken rauer oder poriger Gegenstände. In der Lacktechnik wird dieser Ausdruck hauptsächlich beim Holzschutz verwendet, z.B. Imprägniergrund mit der Eigenschaft des hohen Eindringens, um Biozide weit in das Holz zu transportieren.
    Wellen, die länger als die des sichtbaren Lichtes sind (Wärmestrahlen).
    Sind Geräte die infrarote Strahlen aussenden; sie dienen der Trocknungsbeschleunigung von Anstrichfilmen.
    Bedeutet Verhinderung. Es sind Substanzen, die chemische Vorgänge einschränken oder verhindern. Beispiele: a) Pigmente im Korrosionsschutz (Verhinderung baldiger Rostbildung) b) Natürliche Inhaltsstoffe von Hölzern, die die Trocknung stark verzögern oder gar verhindern
    werden in Holzschutzmitteln zur Vorbeugung oder Bekämpfung von Insekten verwendet.
    Filmbildende Stoffe, die nach der Trocknung in ihren Lösemitteln nicht wieder löslich sind, z.B. Alkydharzlacke, Dispersions-Bindemittel und 2-Komponenten-Lacke.
    Nennt man in der Anstrichtechnik das Aufbringen einer Sperrschicht auf einen Untergrund, um Anstrichfehler zu vermeiden.
  • K


    Nennt man das Schützen von Eisen vor Korrosion durch einen Zinkstaubanstrich.
    Ist eine physikalisch bedingte Erscheinung, die im Wesentlichen auf die Oberflächenspannung zurückzuführen ist. Beim Eintauchen eines dünnen Röhrchens (Kapillare) in eine Flüssigkeit steigt diese in der Kapillare höher als der Flüssigkeitsstand im Gefäß ist. Kapillare im Anstrichuntergrund ermöglichen das tiefe Eindringen von Imprägniermitteln.
    Ist ein preiswertes, heute nicht mehr übliches Imprägniermittel für Holz. Ein Überstreichen mit anderen Anstrichmitteln führt ohne Isolierung zur Braunverfärbung (Durchschläger).
    Sind alle Stoffe, die durch ihre Anwesenheit bei chemischen Reaktionen eine Beschleunigung hervorrufen, ohne selbst daran teilzunehmen (d.h. sich nicht umwandeln). In der Anstrichtechnik sind Katalysatoren zum Beispiel Trockenstoffe in Alkydharzlacken.
    Wurde früher aus tropischen Bäumen durch Anritzen gewonnen. Heute wird er synthetisch hergestellt.
    Kann eine unangenehme Eigenschaft in einem Lacksystem darstellen: es ballen sich einzelne Partikel zusammen und können als Bodensatz aufscheinen. Der Lackhersteller muss durch Netzmittel diese Erscheinung verhindern.
    Oder auch Kobaltsikkativ bezeichnet, wird oxidativ härtenden Ölen oder Alkydharzen zugesetzt, um die Oberflächentrocknung zu steigern.
    Farbloses, unbrennbares, auch in der Luft in geringen Mengen enthaltenes Gas.
    Chemische Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff aufgebaut sind.
    Rot – grün, orange – blau, grüngelb – violett. Komplementärfarben ergeben zusammen weiß. Farbige Anstrichmittel haben nie die reine Volltonfarbe, sondern beinhalten immer schwarz und weiß, so dass sich beim Mischen aus komplementären Anstrichfarben niemals eine weiße Farbe ergibt.
    Wiederverflüssigung von Siededämpfen oder Gasen durch Abkühlung. Kondensationspunkt: Temperatur, bei der unter Normalbedingungen die Kondensation eintritt.
    Zusatzstoffe zum Haltbarmachen von wasserverdünnbaren Anstrichstoffen.
    Bezeichnung für die Dicke, Zähigkeit bzw. Fließfähigkeit einer einheitlichen Flüssigkeit. Um den Grad der Zähflüssigkeit zu kennzeichnen, verwendet man besser den Ausdruck Viskosität.
    Wie der Name sagt, werden tierische Schädlinge durch Kontakt mit Giften vernichtet.
    Hierunter versteht man in der Anstrichtechnik die Schrumpfung des Lackfilmes während und nach der Trocknung, die bei allen organischen Bindemitteln auftritt.
    Ist die Zerstörung einer metallischen Oberfläche. Diese Zerstörung erfolgt durch Witterungseinflüsse, wobei in Gegenwart von Luft, Licht, Wasser, Kohlensäure und Schwefeldioxid unedles Metall in Rost (Oxidform) umgewandelt wird.
    Ist die Erscheinung einer uneinheitlichen Oberfläche. Es bilden sich kleine Krater, die den Untergrund stellenweise freilegen oder durchscheinen lassen. Die Ursache kann im Lack selbst oder aber z.B. durch nicht sorgsame Vorbehandlung des Untergrundes begründet sein.
    Ist die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einflüsse.
    Nennt man das Abfärben von Anstrichen. Es kann mehrere Ursachen haben und tritt meistens bei alten abgewitterten Anstrichen auf, bei denen die Filmbildner durch Witterungseinflüsse abgebaut wurden. Schuld an dieser Erscheinung kann aber auch eine falsche Formulierung des Anstrichmittels sein.
    In der Lackiertechnik spricht man von einem Kreuzgang, wenn im Streich- oder Spritzverfahren in der Waagrechten und anschließend in der Senkrechten lackiert wird. Durch dieses kreuzförmige Spritzen oder Streichen erzielt man eine gleichmäßige, gut deckende Fläche. Beim Auftragen mittels Pinsel werden durch dieses Verfahren auch die unbeliebten Pinselstriche „vertrieben“.
    Sind durch chemische Prozesse gewonnene Harze, die zur Herstellung von Lackbindemitteln oder Klebern verwendet werden.
    Ist eine Kurzprüfung von getrockneten Anstrichfilmen mit dem Ziel, nach möglichst kurzer Zeit ein der Praxis entsprechendes Ergebnis zu erhalten. Zu diesem Zweck werden in den verschiedensten Apparaturen, je nach Verwendung von Anstrichsystemen, die Prüfungen auf Wasser- , UV-, Kälte-, Gas- und Salzsprühbeständigkeit durchgeführt. Diese Prüfungen sollen dem Lacktechniker frühe Aufschlüsse über die Lackqualitäten bieten, ersetzen aber nicht die Praxis (z.B. den Bewitterungsstand).
    Eigenschaft eines Anstrichfilmes, sich bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht nachteilig zu verändern (alle Außenanstriche).
    Wird in Wasser gelöst und meistens als Beize für Harthölzer verwendet. Eine Überlackierung ist wegen der bleibenden Wasserlöslichkeit unbedingt erforderlich.
    Begriff für die verschieden raue Oberfläche von Schleifmitteln und Schleifpapier.
  • L


    Ist ein Reagenzpapier, das durch einen Farbumschlag anzeigt, ob eine Lösung, die auf das Papier gebracht wird, alkalisch oder sauer ist.
    Sind alle Produkte, die zur Herstellung von Lack und Lackfarben benötigt werden, z.B. Bindemittel, Pigmente, Lösemittel und alle Zuschlagstoffe.
    Eigenschaft von Anstrichstoffen, eine mehr oder minder lange Lagerung ohne chemische und physikalische Veränderung zu überstehen. Für einzelne Produktgruppen kann die Lagerfähigkeit sehr unterschiedlich sein. Die Produzenten geben in technischen Merkblättern alle wichtigen Angaben an.
    Ist ein Arbeitsverfahren, das sowohl auf Holz als auch auf mineralischen Untergründen angewendet werden kann. Eine nicht deckende Lasurschicht wird dazu aufgetragen, um die verschiedensten Effekte zu erzielen.
    Nennt man die Anstrichstoffe, die infolge ihrer transparenten Bestandteile den Untergrund nicht abdecken, sondern ihn durchscheinen lassen. Die größte Gruppe der Lasuren sind die Holzschutzmittel und Holzveredelungsprodukte.
    Ist eigentlich der Name für den Kautschuksaft des Gummibaumes. Chemisch ist Latex eine natürliche Kautschukemulsion. In der Anstrichtechnik versteht man unter Latexbindemitteln Mischpolymerisate aus Butadien und Styrol. Dispersionsfarben aus copolymeren Acrylharzen, Vinylacetat oder Vinylpropionat werden von manchen Herstellern als Latexfarben bezeichnet.
    Ist eine Bezeichnung für verschieden gelöste Alkalien, Basen.
    Siehe Alkalibeständigkeit.
    Sind wässrige Bindemittel oder Klebstoffe. Die Eigenart dieser Bindemittel besteht in ihrer Wasserlöslichkeit, die auch nach Jahren nicht verloren geht. Man unterscheidet: a) Tierische Leime, b) Pflanzliche Leime, c) Cellulose Leime, d) Kasein Leime.
    Trocknendes Öl, das aus den Samen des Flachses (Leinsamen) gewonnen wird. Es ist dunkler und trocknet langsamer als die meisten anderen trocknenden Öle. Wurde früher häufig in Anstrichstoffen verwendet, während es heute nur noch im begrenzten Umfang in Bautenfarben auf Ölbasis und Holzüberzügen eingesetzt wird.
    Eigenschaft eines Stoffes, die auf ihn fallenden Lichtstrahlen aus ihrer Einfallsrichtung abzulenken. Je stärker die Ablenkung, desto größer das Lichtbrechungsvermögen. Für die Anstrichtechnik ist wichtig festzuhalten: Je größer der Unterschied zwischen der Brechungszahl der Pigmente und der Bindemittel ist, desto besser das Deckvermögen.
    Als lichtecht werden alle Stoffe bezeichnet, die bei Einwirkung des Lichtes, besonders der UV-Strahlen, beständig sind.
    1 Liter entspricht dem Raum, den 1 kg Wasser bei 4° C einnimmt. Bei Anstrichmaterialien schwankt das Litergewicht: z. B. 1 Liter Verdünnung ca. 0,8 kg, 1 Liter farbloser Lack ca. 0,9 kg, 1 Liter weißer Decklack ca. 1,2 kg, 1 Liter Grundiermaterial ca. 1,5 kg.
    Der Wasserdampfgehalt der Luft. Die absolute Luftfeuchtigkeit wird gemessen in Gramm Wasser pro m³ Luft. Die Menge Wasserdampf, die in 1 m³ Luft höchstens enthalten sein kann, ohne dass das Wasser (Tau) ausfällt, ist die Sättigungsfeuchte oder maximale Luftfeuchtigkeit. Diese wächst mit der Temperatur. Bei 0° C zum Beispiel, kann die Luft max. 48 g Wasser pro m³ aufnehmen. Bei +30° C dagegen 30,3 g/m³. Überschüssiger Wasserdampf, z.B. nach rascher Abkühlung der Luft, kondensiert in Form feiner Tröpfchen aus (Nebel). Das Verhältnis der absoluten zur maximalen Luftfeuchtigkeit heißt „relative Luftfeuchtigkeit“, die allein den geeigneten Maßstab zur Beurteilung des jeweils herrschenden Feuchtigkeitsgrades gibt. Ihrer Ermittlung ist folgende Definition zu Grunde zu legen: (Absolute Luftfeuchte x 100) : Maximale Luftfeuchte (=Sättigungsfeuchte) = Relative Luftfeuchte Die relative Luftfeuchtigkeit wird von den Luftfeuchtigkeitsmeßgeräten, den Hygrometern, gemessen. Diese Geräte sprechen auf Temperatur und Wasserdampfgehalt der Luft an und sind so geeicht, dass sie die relative Luftfeuchtigkeit von 1 – 100 % anzeigen. Für die Anstrichtechnik hat die relative Luftfeuchtigkeit folgende Bedeutung: Ihre Höhe beeinflusst die Trocknung oxidativ härtender Anstrichmittel. Liegt sie über 80 % oder unter 40 %, so wird die Trocknung z.B. von Leinölfarben verzögert. Bei wasserverdünnten Anstrichmitteln ist bei über 85 % Luftfeuchtigkeit keine Trocknung mehr gegeben. Das in allen Neubauten aus Mauerwerk und/oder Putzen verdunstende Wasser bewirkt eine hohe relative Luftfeuchtigkeit in diesen Gebäuden. Holzbauelemente (Fenster, Türen, Holzverkleidungen) saugen die Feuchtigkeit auf und geben diese erst wieder beim allgemeinen Absinken der Baufeuchte ab. Dieser Effekt führt auch mit modernen wasserverdünnbaren Anstrichsystemen zu unerwünschter Blasenbildung und kann auch zur Enthaftung des Anstrichs führen.
    Darunter versteht man alle Anstrichstoffe, die bei normaler Temperatur (an der Luft) trocknen. Diese Lufttrocknung steht im Gegensatz zur Ofentrocknung (Einbrennlacke).
    Sind Flüssigkeiten, die in der Anstrichtechnik zum Lösen von Filmbildner dienen und dadurch erst eine Verarbeitung durch Streichen oder Spritzen ermöglichen.
    Eigenschaft eines Stoffes, sich in einem Lösemittel gleichmäßig zu verteilen. Sie ist abhängig von der Temperatur, dem Sättigungsgrad, dem Druck und dem Schmelzpunkt des zu lösenden Stoffes.
    Nennt man flüssige Stoffe, die aus mehreren flüssigen Stoffen bestehen oder feste Stoffe gelöst enthalten. Lacktechnisch interessieren vor allem Lösungen von Harzen oder Ölen in Lösemitteln. Je nach Lösekraft des Lösemittels kann eine mehr oder minder große Menge an Filmbildnern gelöst werden. Eine einwandfreie Lösung muss immer klar und ohne Trübung sein.
  • M


    Werden so bezeichnet, wenn entweder der Anstrichaufbau nach Empfehlung des Herstellers nicht eingehalten wurde oder ein Produkt nicht die gewünschte Füllkraft besitzt, um einen porigen oder ungleichmäßigen Untergrund zu kaschieren.
    Abkürzung für maximale Arbeitsplatz-Konzentration von Gasen und Dämpfen am Arbeitsplatz z.B von Lösemitteldämpfen bei der Verarbeitung von Lackmaterialien in Lackierereien.
    Maßeinheit: 1 µ = 1/1000 mm. Es wird als Maß für die Feinvermahlung eines Anstrichmittels und für die Definition der Schichtstärke bei Anstrichen oder Anstrichaufbauten verwendet.
    So wird die Verträglichkeit einzelner Lackbestandteile und die Verträglichkeit von Anstrichstoffen untereinander bezeichnet. Es ist die Grundvoraussetzung für das Mischen von Pasten mit Anstrichstoffen oder auch für das Mischen von Anstrichstoffen untereinander, z B. beim Abtönen.
    Sind Polymerisationsprodukte, die durch gemeinsame Polymerisation verschiedener Monomere hergestellt werden. Man erhält dadurch Produkte mit anderen Eigenschaften, die anders als bei der Einzelpolymerisation anfallen.
    Maßeinheit: 1 Mol ist die Stoffmenge einer chemischen Verbindung von soviel Gramm, wie die relative Molekülmasse (das Molekulargewicht) es angibt.
    Maßeinheit: 1 Mol ist die Stoffmenge einer chemischen Verbindung von soviel Gramm, wie die relative Molekülmasse (das Molekulargewicht) es angibt. Beispiel: 1 Mol Wasser (H2O) ist 18 g „schwer“, da das Sauerstoffatom 16 und jedes Wasserstoffatom 1 g „wiegen“.
    Sind die Ausgangsprodukte für Polymerisationsprodukte, z.B. Monostyrol (flüssig) zu Polystyrol (fest).
    Oder auch Mikron genannt, ist die Angabe der Schichtstärke von Anstrichfilmen; 1 µ = 1/1000 mm.
  • N


    Ist die Eigenschaft der Anstrichstoffe, unter Lichteinfluß dunkler zu werden. Der Grad des Nachdunkelns ist bedingt durch die Art der Bindemittel.
    Siehe Fingernagelprobe.
    Dicke eines flüssigen Films direkt nach dem Auftragen, bevor er zu trocknen beginnt.
    Werden im Gegensatz zu den synthetischen Harzen aus Pflanzen gewonnen.
    Ist die Anwendungsmöglichkeit von bestimmten Produkten, die dafür entwickelt wurden. Man lackiert auf ein noch nicht ausgetrocknetes Material ein zweites Mal (Zeitersparnis).
    Ist ein Schleifpapier, das von der Schleifflüssigkeit (meistens Wasser) nicht zerstört wird. Solche Schleifpapiere werden meistens für feinste Schleifarbeiten (Autolackierung) eingesetzt.
    Dienen in der Lacktechnik zum Benetzen von Pigmenten und Füllstoffen in einem Anstrichmittel. Sie nehmen bei den wasserverdünnbaren Anstrichmitteln auch die Funktion der Untergrundbenetzung ein.
    Wird der chemische Vorgang bezeichnet, bei dem ein saurer Stoff durch einen alkalischen Stoff neutralisiert wird und keine freie Säure mehr aufweist, oder auch umgekehrt, sodass keine freie Base mehr vorhanden ist. Neutralpunkt ist pH-Wert 7. Starke alkalische mineralische Untergründe können durch Fluate neutralisiert werden.
    Flüssigkeiten, die vor oder nach mechanischer Bewegung bei gleicher Temperatur gemessen immer den gleichen Viskositätswert ergeben, z.B. Wasser, Alkohol.
    Sind Lösemittel, die den in Frage kommenden Lackrohstoff nicht lösen. Sie werden auch als sogenannte Verschnitt-Lösemittel eingesetzt, um bestimmte Eigenschaften zu erreichen.
    Sind Öle, die auch bei Gegenwart von Trockenstoffen nicht trocknen, z.B. Rizinusöl. Sie können in der Lacktechnik als Weichmacher, z.B. in Nitro-Zellulose-Lacken verwendet werden. Durch chemische Prozesse können derartige Öle auch in trocknende Öle verwandelt werden (z.B. Rizinusöl & Rizinenöl).
    Bezeichnet man Lösungen, die dünnflüssig sind (vgl. hochviskos).
    Ist das Bindemittel für die sogenannten Nitrolacke. Sie wird aus Zellulose durch Nitrierung hergestellt.
    Bei Bautenlackfarben werden technische Angaben, wie Werte für Trocknung und Viskosität, auf Vergleichsmessungen von 20° C und 55 % Luftfeuchtigkeit bezogen.
    Heißt Abtönen. Man versteht darunter das Einstellen eines Farbtones nach einer bestimmten Farbvorlage.
  • O


    Bedeutet anstrichtechnisch das Schützen einer Oberfläche durch einen Anstrichfilm. Der Schutz kann sich auf viele Angriffe beziehen, z.B. Chemikalien, Lösemittel, Verwitterung. Es geht um die sorgfältige Auswahl von Beschichtungsstoffen für die entsprechende Beanspruchung.
    Ist die Kraft, die die Oberfläche eines Körpers oder eines Gemisches, z.B. auch einer Flüssigkeit, zusammenhält. Die Oberflächenspannung kann bei der Herstellung von Anstrichfarben durch Netzmittel verringert werden.
    Anstrichtechnisch versteht man darunter das Aufbringen von Anstrichstoffen, um eine Veredelung (auch Schutz) zu bewirken, z.B. Möbellackierung.
    Sind Anstrichfarben, deren Bindemittel aus trocknenden pflanzlichen Ölen mit oder ohne Zusatz von Standölen (eingedickte Öle) besteht.
    Bedeutet Beständigkeit gegen Mineralöle, wie Schmierstoffe, Motoröl, Diesel, Heizöl.
    Nennt man den Vorgang beim Härten von Lackfilmen im Trockenofen.
    Teilgebiet der Chemie, das die chemischen Verbindungen des Kohlenstoffes behandelt. Damit gehören alle Stoffe des Tier- und Pflanzenreiches in dieses Gebiet. Gegensatz: Anorganische Chemie.
    Bedeutet das Hindurchtreten von Flüssigkeiten durch halbdurchlässige Scheidewände, z.B. auch Lackfilme. Die Osmose spielt auch bei der Korrosion von beschichteten Metalluntergründen eine Rolle.
    Ist die einfachste organische Dicarbonsäure in wässriger Lösung. Sie wird z.B. beim Neutralisieren von alkalischen Abbeizmitteln als Nachbehandlung eingesetzt.
    Verbindung eines Elementes mit Sauerstoff.
    Die Reaktion eines Stoffes mit Sauerstoff unter Bildung eines Oxids. Beispiel: Rost.
    Eines Alkydharzanstriches bedeutet eine Sauerstoffaufnahme aus der Luft und damit eine Vernetzung. Zur Beschleunigung des Vorganges werden Trockenstoffe (Sikkative) eingesetzt.
  • P


    Auch aktive Pigmente genannt, werden in Korrosionsanstrichfarben verwendet. Ihre Wirkung beruht auf der Bildung von Metallseifen (Blei- und Zinkseifen). Der Vorgang geht im Anstrichfilm vonstatten.
    Ist eine Imitationstechnik, mit der man z.B. Möbeln ein altes Aussehen verleihen kann. Die Holzflächen werden mit Patinierfarben eingestrichen und teilweise wieder ausgewischt. Mit der Spritzpistole kann man fließende Übergänge schaffen (hell/dunkel).
    Auch Eindringen. Eindringen von Grundierungen oder Imprägnierungen in die Poren des Anstrichuntergrundes.
    Werden zum Bleichen von Hölzern verwendet (Wasserstoffsuperoxid) und dienen der Härtung von ungesättigten Polyesterharzen.
    Sind Öle pflanzlicher Herkunft, im Gegensatz zu tierischen Ölen wie Tran oder Fischöl. Die wichtigsten Vertreter sind Leinöl, Holzöl und Sojaöl.
  • p


    Zahlenreihe von 1 – 14, die den alkalischen, neutralen oder sauren Charakter eines in Wasser gelösten Stoffes angibt. Die Bestimmung erfolgt in der Praxis mit pH-Papier, das mit Farbstoffen getränkt ist. Diese zeigen nach abgestufter Farbskala den pH-Wert an: 0 bis unter 7 = sauer 7 = neutral über 7 bis 14 = alkalisch
  • P


    Ist ein Vorbehandlungsverfahren für Eisengegenstände. Die metallische Oberfläche wird durch Phosphorsäure in eine Phosphatschicht verwandelt. Solche Oberflächen bilden einen ausgezeichneten Haftgrund für nachfolgende Anstriche.
    Nennt man die Verfilmung von Anstrichmitteln, die keine chemische Reaktion eingehen. Es verdampfen die Lösemittel, die Bindemittelteilchen schließen sich zusammen. Physikalisch getrocknete Lösemittel-Anstrichstoffe lassen sich immer nach der Trocknung wieder durch Lösemittel anlösen. Es sind sogenannte reversible Anstrichfilme, z.B. Nitrozellulose-Lacke, Chlorkautschuk-Lacke und Mischpolymerisat-Lacke. Im Bereich der wässrigen Anstrichfilme zählen Leimfarben zu dieser Gruppe.
    Pigmente sind praktisch unlösliche, feindisperse Körper, die in Anstrichfarben fein verteilt diesen ein farbiges Aussehen verleihen. Eine pulverförmige Substanz, die zu den Grundbestandteilen einer Farbe oder Dichtungsmasse gehört. Sie bestimmt den Weißgrad oder Farbton, die Deckkraft und das Volumen.
    Nennt man einen Kitt, der aus feinem Holzmehl und einem Bindemittel hergestellt wird. Es wird zum Ausbessern von Holzfehlern eingesetzt.
    Ist eine Maßeinheit für die dynamische Viskosität von Flüssigkeiten.
    Ist ein heute nicht mehr weit verbreitetes Arbeitsverfahren mit dem Ziel der Oberflächenveredelung von Hölzern. Auch das Aufglänzen und Glätten alter Anstriche wird Polieren genannt, z.B. bei Autolacken.
    wurden früher Produkte genannt, mit denen man Holzflächen polieren konnte. Es handelte sich meistens um Schellacklösungen mit oder ohne Zusatz von Nitrozellulose.
    Ist ein chemischer Vorgang, bei dem sich verschiedene chemische Reaktionspartner zusammenfügen, ohne dass eine Substanz frei wird.
    Sind Kunststoffe und Kunststoffrohstoffe als Ausgangsprodukte für Nylon und Perlon.
    Werden in der Lacktechnik als Härter für Epoxidharze eingesetzt.
    Sind Lack- und Kunststoffrohstoffe, die sich durch Veresterung von Polycarbonsäuren mit Polyalkoholen bilden. Hierzu gehören vor allem die Alkydharze. Nicht zu verwechseln mit den ungesättigten Polyesterlacken.
    Thermoplastischer Kunststoff (polymerisiertes Ethylen).
    Ist das Gegenteil von monomer. Eine polymere Verbindung ist die makromolekulare Form der chemisch prozentual gleich zusammengesetzten monomeren Verbindung.
    Nennt man den Zusammenschluss mehrerer Moleküle zu Makromolekülen. Im Gegensatz zur Polykondensation werden keine Reaktionsprodukte abgespalten.
    Ist ein weit verbreiteter Kunststoff. Nur in nachbehandelter Form hat PVC auch eine Bedeutung als Lackbindemittel.
    Haben in einem Anstrichfilm große Bedeutung, weil sie normalerweise nicht erwünscht sind. Sie entstehen durch das Verdampfen der Lösemittel. Ist der Film noch flüssig, verfließen die Poren wieder; wenn der Anstrich schon angetrocknet ist, bleiben Poren im Lackfilm zurück. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass in den meisten Fällen eine Beschichtung aus mehreren Anstrichfilmen besteht, damit keine Pore bis auf den Untergrund reichen kann. Ziel ist es, eine Porendichtheit zu erreichen.
    Dienen zum Füllen von Poren bei Holzoberflächenveredelungen. Sie geben dem folgenden Anstrich eine gute Füllung.
    Nennt man den ersten Anstrich in einem Anstrichaufbau. Meistens handelt es sich um einen Haftgrund bei der Metallvorbehandlung. Es gibt aber auch sogenannte Holzprimer.
    Es ist das prozentuale Verhältnis des Volumenanteiles der Pigmente und Füllstoffe einer Lackfarbe zum Gesamtvolumen aller nichtflüchtigen Bestandteile.
  • Q


    Ein Lackfilm kann in feuchter Atmosphäre eine bestimmte Menge Wasser unter Quellung aufnehmen. Bei wasserverdünnbaren Anstrichsystemen kann die Quellung eine äußerst negative Erscheinung sein, die bis zum Haftungsverlust führen kann. Auf waagrechten Holzbauteilen ist die Quellung am gefährlichsten, was die Haltbarkeit eines Anstrichfilmes angeht.
    Ist die Eigenschaft mancher fester Stoffe, durch Aufnahme von flüssigen Stoffen eine Volumensvergrößerung zu erfahren. Beispiel: Holz quillt und schwindet je nach Feuchtigkeitsgrad.
  • R


    Vorgang einer stofflichen Umwandlung, bei der mindestens zwei Stoffe beteiligt sind. Es ist sowohl die Trocknung eines Alkydharzlackes als auch die Härtung eines Zweikomponenten-Lackes eine chemische Reaktion.
    Ist der Entzug von Sauerstoff oder die Zufuhr von Wasserstoff bei chemischen Prozessen.
    Zurückwerfen von Lichtwellen. Lichtwellen werden, wenn sie auf einen Körper auftreffen, zurückgeworfen. Bei glatten Körpern ist der Ausfallswinkel gleich dem Einfallswinkel, die Körper erscheinen hochglänzend. An rauen, unebenen Körpern ergibt sich eine diffuse (ungeordnete) Reflexion, die Körper erscheinen matt. Grundsätzlich wird nur ein Teil des auf einen Körper fallenden Lichts zurückgeworfen, da je nach Farbton Strahlen bestimmter Wellenlänge absorbiert werden.
    Umkehrbar (wieder löslich). Alle physikalisch trocknenden Lösemittellacke können mit dem Lösemittel, in dem sie angelöst waren, nach dem Trocknen wieder aufgelöst werden (der Vorgang der Filmbildung ist dabei reversibel).
    Ist die Lehre vom Fließverhalten von Stoffen. Das gilt auch für Lackmaterialien.
    Das rötliche, spröde Oxid, das sich auf Eisen oder seinen Legierungen bildet, weil das Material der Luft, Feuchtigkeit oder Chemikalien ausgesetzt wurde.
    Ist ein Anstrichfehler, der z.B. dadurch entstehen kann, dass Alkydharzanstriche zu dick aufgetragen werden, sodass der Anstrich oberflächlich schnell antrocknet und nicht die Möglichkeit hat, gleichmäßig durchzutrocknen. Ein solcher Fehler kann nachträglich nicht behoben werden. Der Anstrich muss entfernt und neu aufgebaut werden.
    Pigmente strahlen je nach Farbton, Helligkeit und Sättigungsstufe einen bestimmten Prozentsatz der auf sie einwirkenden Licht- und Wärmestrahlen zurück. Je größer dieses Rückstrahlungsvermögen ist, desto geringer ist die Erwärmung des Anstriches. Ein weißer Anstrich wärmt sich deutlich weniger auf als ein schwarzer Anstrich. weiß bis ca. 39° C, gelb bis ca. 58° C, grün bis ca. 69° C, blau bis ca. 68° C, rot bis ca. 62° C, und schwarz bis ca. 73° C.
  • S


    Nennt man das Vorbehandeln von verrostetem Stahl mit Strahlmitteln verschiedenster Art. Das Verfahren kann aber auch auf Holz eingesetzt werden, um bestimmte Effekte zu erzielen.
    Bedeutet Pilzbefall an Wänden oder auf Anstrichsystemen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und entsprechender Temperatur (z.B. in Feuchträumen) und bei gleichzeitig schlechter Luftzirkulation wird die Schimmelbildung begünstigt. Es gibt schimmelfeste Anstrichsysteme, besser ist es, die Ursache zu bekämpfen.
    Ist ein Begriff in der Lacktechnologie. Ein Schlag oder Stoß darf zu keiner Zerstörung der Lackschicht führen.
    Ist die Eigenschaft von Anstrichmitteln, sich nach der Trocknung gut schleifen zu lassen.
    Sind Hilfsmittel, die zum Glätten unebener Flächen dienen, z.B. Schleifpapier, Polierpasten, Stahlwolle u.a.m.
    Siehe Kurzbewitterung.
    Sind rasch rotierende Rühr- und Mischwerkzeuge.
    Ist ein Arbeitsgang des maschinellen Polierverfahrens. Mit einer rasch rotierenden Scheibe aus weichem Material wird die Lackierung auspoliert (hatte früher bei ungesättigten Polyesterlacken große Bedeutung).
    Ein Informationsblatt, das vom Hersteller bezüglich der Sicherheit, Handhabung und Vorsichtsmaßregeln im Zusammenhang mit Materialien herausgegeben wird, die am Arbeitsplatz verwendet werden.
    Ist die Temperatur, bei der ein Stoff vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Man unterscheidet bei Lösemitteln Niedrigsieder, z.B. Aceton, Mittelsieder, z.B. Xylol und Hochsieder, z.B. Butylglykol.
    Verbindung, die bei der Herstellung von Bindemitteln eingesetzt wird und durch hervorragende Hitzebeständigkeit, hohe Wasserabweisung und Chemikalienbeständigkeit gekennzeichnet ist. Eine Hauptkomponente von bestimmten Dichtungsmassen und bei der Formulierung von vielen wirksamen Antischaummitteln für Latex- bzw. Dispersionsfarben.
    Entstehen bei Brechung von weißem Licht im Prisma. Violett – grün – gelb orange – rot.
    Eine flüssiger Anstrichstoff zur Versiegelung von Holz, Putz usw. Verhindert, dass die Oberfläche Farbe oder Lack absorbiert. Sperrgrundierungen können transparent sein und als Grundiermittel fungieren. Manche Sperrgrundierungen sind darauf ausgelegt, nicht überstrichen zu werden.
    Ist die Bezeichnung für die Wärmemenge, die man einem Gramm eines Stoffes zuführen muss, um seine Temperatur um 1° C zu erhöhen.
    Ist das Gewicht einer Raumeinheit eines Stoffes bezogen auf das Gewicht der gleichen Raummenge Wasser.
    Ist lacktechnisch gesehen das Gegenteil von Elastizität. Die Ursachen können sein: a) Alterung des Anstrichsystems b) zu „magerer“ Anstrichstoff c) Abwanderung von Weichmachern d) hohe Kältebelastung.
    Werden Bindemitteln und Anstrichsystemen zugesetzt, um die Lagerung stabil zu halten.
    Ist ein Begriff, der eine Phase des Trockenprozesses von Anstrichfilmen kennzeichnet. Im täglichen Gebrauch ist die Trockenphase gemeint, bei der beim Darübergleiten eines Fingers kein Widerstand bzw. keine Streifenbildung zu bemerken ist.
    Nennt man Verunreinigungen in Anstrichstoffen, die nach dem Trocknen der Anstriche unansehnliche Oberflächen hinterlassen.
    Ist die Fähigkeit eines Stoffes, einen Teil des auf ihn einfallenden Lichtes zurückzuwerfen.
    Nennt man die Eigenschaft eines Stoffes, bei steigender Scherbeanspruchung immer dünnflüssiger zu werden. Nach Beendigung des Rührvorganges stellt sich die ursprüngliche Struktur wieder ein (z.B. thixotroper Lack).
    Nennt man den Phasenübergang fest – gasförmig, der unter Umgehung des flüssigen Zustandes erfolgt.
    Ist die Aufschlämmung eines Pulvers in einer Flüssigkeit, also alle pigmentierten Anstrichmaterialien.
    Ist die künstliche Herstellung eines Stoffes, z.B. Kunstharze, die aus dessen Bestandteilen durch chemische Prozesse hergestellt werden.
    Ist eine Kalthärtung, bei der als Katalysator Säuren verwendet werden. Es gibt ein- und zweikomponentige säurehärtende Lacke, die früher in der Möbellackierung große Bedeutung hatten, weil sie relativ hohe Beständigkeit gegen Chemikalien und Lösemittel besitzen. Bei der Härtung von säurehärtenden Lacken entsteht als Abspaltprodukt Formaldehyd, welches einen starken Geruch aufweist.
    Ist ein Maßstab für den Gehalt von freien Fett- und Harzsäuren in Harzen, Ölen und Weichmachern.
  • T


    Durch Abkühlen der Luft sich niederschlagender Wasserdampf, bei Temperaturen unter 0° C als Reif sichtbar.
    Dient zur Aufnahme von Anstrichmitteln, die speziell für das Tauchverfahren eingestellt sind.
    Durch Abkühlen der Luft wird die maximale Luftfeuchtigkeit überschritten und das in der Luft enthaltene Wasser kondensiert teilweise.
    Auch Korngröße genannt. Ist die Größe, die das einzelne Pigmentteilchen aufweist. Gemessen wird die Teilchengröße in µ, sie spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl von Pigmenten für bestimmte Anstrichsysteme (siehe auch My).
    Sind grenzflächenaktive Stoffe, die als Zusatz in Reinigungsmitteln die Oberflächenspannung des Wassers erniedrigen und damit die Ablösung des Schmutzes von Oberflächen erleichtern.
    Nennt man Stoffe, die sich beim Erwärmen erweichen. In der Lacktechnik zeigt sich das durch leichtes Klebrigwerden von Anstrichmitteln. Bei früheren wasserverdünnbaren Produkten eine häufige Erscheinung.
    Siehe Strukturviskosität.
    Ein teures, hochdeckendes, hellweißes Pigment, das als deckendes Pigment in Farben auf Latex- und Lösemittelbasis verwendet wird.
    Darunter versteht man die Zeitspanne, innerhalb welcher sich Reaktionslacke (Zweikomponentenlacke) nach dem Zumischen des Härters bzw. der zweiten Komponente am günstigsten verarbeiten lassen. Es ist sehr darauf zu achten, dass die Angaben des Herstellers eingehalten werden, auch wenn der Lack noch nicht eingedickt ist.
    Ist die Lehre von den Giften und deren Wirkung auf den menschlichen Organismus.
    Sind metallorganische Verbindungen, die in oxidativ härtenden Lacksystemen die Aufnahme des Luftsauerstoffes fördern und somit eine deutliche Beschleunigung des Trocknungsprozesses bewirken.
    Die Trockenzeit ist die Zeitspanne zwischen dem Auftragen eines flüssigen Beschichtungsstoffes und dem Erreichen eines bestimmten Zustandes der Filmbildung durch Trocknung.
    Ist der Übergang eines Anstrichfilmes vom flüssigen in den festen Zustand. Zu unterscheiden sind die physikalische und die chemische Trocknung: 1. Physikalische Trocknung durch Verdunsten der Lösemittel und Verfließen der Bindemittelteilchen. 2. Chemische Trocknung: a) Durch Verdunsten der Lösemittel und anschließend durch Sauerstoffaufnahme aus der Luft unter Bildung vernetzter Molekülketten, b) Polymerisation, z.B. Polyesterlacke, c) Polyaddition, z.B. Polyurethanlacke, d) Polykondensation, z.B. säurehärtende Lacke, Einbrennlacke.
    Sind Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit und Schichtstärke. Im Allgemeinen kann für Bautenlacke gelten, dass höhere Temperaturen eine schnellere Trocknung bewirken, dass Licht für die Trocknung von Öl- und Alkydharzlacken von Vorteil ist, dass eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, besonders bei wasserverdünnbaren Systemen, eine Trocknungsverzögerung bewirkt und dass bei hoher Schichtstärke eine schlechtere Durchtrocknung resultiert.
    Weder glänzend noch seidenglänzend, sondern extrem matt.
  • U


    Nennt man die Eigenschaft von Anstrichfilmen, sich beim Überstreichen mit dem gleichen Produkt oder mit anderen Anstrichstoffen nicht anzulösen. Fast alle chemisch und oxidativ härtenden Anstrichstoffe sind mit gleichen Produkten überstreichbar. Rein physikalisch härtende Anstrichmittel dagegen lösen den Untergrund an oder auf. Sie sind reversibel. Ein Überstreichen ist kaum oder nur unter erschwerenden Umständen möglich.
    Sind unsichtbare kurzwellige Strahlen, die besonders stark im Hochgebirge und am Wasser wirksam sind. Sie wirken besonders zerstörend auf Anstrichsysteme und ganz besonders auf transparente Anstrichmittel, z.B. offenporige Holzschutzmittel.
    Ist eine Erscheinung, die oft bei Eisen unter der Anstrichschicht auftritt. Dafür gibt es mehrere Ursachen: a) Mangelhafte Entrostung vor Beginn der Anstricharbeiten, b) ungünstige Bewitterung bei Durchführung der Anstriche, c) Porösität der Anstrichschichten, die das Eindringen von Wasser bis zum Untergrund zulassen, d) zu geringe Schichtstärke des Anstrichsystems.
    Werden all jene Stoffe genannt, die nicht mit Laugen verseifen. Die Unverseifbarkeit von Lackbindemitteln ist die Voraussetzung bei alkalifesten Anstrichstoffen.
    Tritt auf, wenn zwei nicht verträgliche Lackfarben gemischt werden. Die Mischung dickt sofort oder später ein und ist in keinem Fall anzuwenden.
    Werden Decklacken zugesetzt, um das sehr schädliche ultraviolette Licht in energieärmere Strahlung umzuwandeln und damit unschädlich zu machen, z.B. farblosen Überzugsmaterialien in der Möbelproduktion, aber auch bei hochwetterfesten Außenlacken wie etwa Autolacken und transparenten wasserverdünnbaren Dickschichtlasuren, die vorwiegend zur Fensterbeschichtung eingesetzt werden.
    Die Eigenschaft eines Anstrich- oder Dichtungsstoffs, durch UV-Strahlen, wie z.B. direktes Sonnenlicht, nicht beschädigt zu werden.
  • V


    Bedeutet soviel wie luftverdünnter oder auch luftleerer Raum. In der Lackiertechnik wird ein Vakuumverfahren einerseits bei der Imprägnierung von Hölzern und andererseits bei der Lackierung von Leisten und Brettern im industriellen Bereich angewendet. Vorteil: hohes Eindringvermögen, allseitige Lackierung in einem Arbeitsgang möglich.
    Nennt man den Übergang eines Stoffes von der flüssigen in die gasförmige Phase. Beispiel: Verdampfen der Lösemittel eines Beschichtungsstoffes.
    Ist sie Dauer des Verdunstungsvorganges bei einem Lösemittel oder Verdünnungsmittel. Die Verdunstungszahl (DIN 53170) gibt an, wieviel mal so viel Zeit die Verdunstung eines Lösemittels oder Lösemittelgemisches braucht im Vergleich zu Ethyläther. Beispiel: Ethyläther: 1, Butylacetat: 12,5, Testbenzin: ca. 50, Butylglykol: ca. 190.
    Nennt man das Entstehen eines Lackfilmes, der sich während des Verdunstens der Lösemittel oder während der chemischen Trocknung bildet (siehe Filmbildner).
    Ist ein charakteristisches Verfärben oder Nachdunkeln von Anstrichen. Unter dem Einfluss des Lichtes findet eine gelbliche Verfärbung (Vergilbung) statt. Bei leinölhältigen Anstrichstoffen entsteht eine Vergilbung unter Lichtabschluß, die sich bei Belichtung wieder verliert. Sojaöl enthaltende Alkydharze zeigen ein deutlich besseres Verhalten.
    Vergällen oder Denaturieren ist eine Maßnahme, um bestimmte Rohstoffe, die für Genusszwecke besteuert sind, für technische Zwecke preiswerter einsetzen zu können. Beispiel: Ethylalkohol – Vergällung mit Pyridin.
    Ist die Fähigkeit eines Anstrichstoffes, nach dem Auftragen durch Streichen, Spritzen oder Tauchen eine glatte, ebene Oberfläche zu bilden.
    Erfolgt bei der Filmbildung von Anstrichsystemen. Die Art der Vernetzung (z.B. oxidativ oder durch Polyaddition) ist u.a. für den Anwendungsbereich verantwortlich.
    Im Streichverfahren wird die letzte Phase des Auftragens von Anstrichstoffen als Verschlichten bezeichnet. Es soll ein glatter, ansatzfreier Verlauf erzielt werden.
    Chemische Aufspaltung von Estern in ihre Bestandteile Säure und Alkohole. Alle Alkydharzbindemittel und die daraus hergestellten Lackfarben neigen dazu, durch Einwirkung von Alkalien zu zerfallen.
    Siehe Mischbarkeit.
    Ist der Ausdruck für die innere Reibung (Zähigkeit, Dicke) einer Flüssigkeit oder eines Anstrichstoffes. Hohe Viskosität = dickflüssig, niedere Viskosität = dünnflüssig.
    "Volatile Organic Compound" = Flüchtige Organische Verbindung. Jede Kohlenstoffverbindung, die unter Standardprüfbedingungen verdunstet. Im Wesentlichen werden alle Anstrich- und Dichtungsstoff-Lösemittel außer Wasser als VOCs klassifiziert. Manche Regierungsbehörden begrenzen den Anteil der in Farben zulässigen flüchtigen organischen Verbindungen wegen der Bedenken, die hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit bestehen.
    (der Anstrichobjekte): Sie ist eine der Voraussetzungen für die Haltbarkeit eines Anstriches. Der Vorbehandlung ist große Aufmerksamkeit zu schenken.
  • W


    Werden Haftvermittler-Produkte genannt, bei denen während der Trocknung chemische Reaktionen stattfinden. Sie enthalten Phosphorsäure-Zusätze, die auf die Metalloberfläche eine passivierende Wirkung ausüben. Ein Wash-Primer ist kein Ersatz für eine Grundierung.
    Sind meist konzentrierte Lösungen von Beizfarbstoffen in Wasser. Moderne wässrige Holzbeizen haben einen großen Stellenwert. Sie helfen mit, Lösemittel einzusparen.
    Sind Stoffe, die Bindemitteln in Anstrichstoffen die Sprödigkeit nehmen. Auch weitere positive Eigenschaften können durch Weichmacher erzielt werden, z.B. Haftung, chemische Beständigkeit.
    Die Eigenschaft eines Anstrich- oder Dichtungsstoffs, den Auswirkungen von Wind, Regen, Sonne und Temperaturschwankungen zu widerstehen und sein Aussehen und seine Integrität zu behalten.
    Ist eine Form der Energie, deren vorhandene Menge die Temperatur eines Körpers bestimmt. Bei Erhöhung oder Verminderung der Wärmeenergie zeigen die Körper eine Volumensveränderung. Einheit der Wärmemenge ist das Joule (J).
    Auch Wärmeisolierung genannt, wird an Gebäuden angewendet, um Wärmeverluste zu vermeiden. Spezielle Wärmedämmungsmaßnahmen sorgen heute dafür, dass bei Neubauten und nachträglich bei Altbauten Energie gespart wird.
    Ist die Härtung eines aufgetragenen Beschichtungsstoffes durch Zufuhr von Wärme.
    Der Ausdruck wird verwendet, wenn z.B. ein Anstrich auf dem Bau oder in der Werkstatt durch Zuführung von Wärme schneller trocknet. Wichtigster Anwendungsbereich ist die Autoreparaturlackierung.
    Nennt man ein Verfahren, das vor dem Beizen von Holz angewendet wird. Holz wird gewässert, getrocknet und geschliffen. Damit bewirkt man, dass die Holzfasern beim Beizen oder Lackieren nicht mehr so stark aufstehen.
  • Z


    Sind die ältesten farblosen, wasserklaren Zelluloselacke, die für blankes oder poliertes Metall Verwendung finden. Die Überzüge sollen die zu schützenden Teile vor Oxidschichten und Grünspanschichten bewahren. Je nach Anwendung kommen heute die verschiedensten Bindemittel dafür in Frage, z.B. Polyurethan-Bindemittel oder Nitrozellulose.
    Pigmente, die zur Färbung von Zement Verwendung finden sollen, müssen äußerst alkalibeständig sein. Für diesen Zweck werden in erster Linie Eisenoxid-Pigmente (gelb, rot, schwarz) eingesetzt.
    Bedeutet eine hohe Viskosität, hervorgerufen durch innere Reibung der gelösten Bindemittelteilchen in einer Flüssigkeit.